Aktuelle Arbeiten im Garten

Zur Samenernte stehen an:

Alles was noch draußen ausharrt! Auch unreife Früchte von den Solanaceaen Aubergine, Tomaten, Tomatillo und Chili, auch Bohnen jedweder Art. Eine gewisse Nachreife findet in trocken kühler Umgebung, wie etwa einer Speisekammer, gern auch in der Sonne, statt. Nicht alle Früchte schaffen es so nachzureifen, dass ihr Saatgut ausreichend Qualität besitzt. Hier ist Erfahrung und Fingerspitzengefühl (im wahren Sinn des Wortes) gefragt. Für das was nicht mehr reifen kann, gibt es teils interessante Rezepte, wie das Grüne-Tomaten-Chutney. Chilis kann man zu scharfen Soßen auch unreif verwenden und Essig oder Trocknung macht sie jahrelang haltbar.

Endlich erscheinen auch die Inka – und die Mexikogurken. Kürbis- und Zucchinifrüchte können, wenn ausgewachsen, geerntet werden und dürfen ohne Qualitätsverlust 4 – 8 Wochen reifen, bis man ihre Samen entnimmt. Der Rest wandert unreif in den Kochtopf. Das Netz bietet zig Rezepte für diese großen Beeren.

Salatrauke, wilde Rauke (Diplotaxis muralis) und Wasabi Rauke bringen letzte Schoten zur Reife.

Im Blumengarten:

Septemberkraut oder Herbstastern (Rau und Glatt) blühen. In manchen Jahren schaffen sie es sich bei mir zu vermehren über die wirklich spät reifenden Achänen. Das gleiche gilt für das Wermutkraut, welches ich im Ziergarten als Blattschmuck hege. Schinkenwurzel bzw. kleine und große Nachtkerzen, die aber auch als Gemüse gelten könnten.

Es blühen und sollten ggf. isoliert und gesund erhalten werden:

Draußen gibt es keine ernstzunehmende kreuzungsgefahr mehr, denn die Gemüsepflanzen haben ihre Blühphase weitestgehend eingestellt oder ihre Samen, respektive Früchte (vor allem die der beliebten Solanaceaen) haben keine Chance mehr zu auszureifen.

Für eine neue Samenernte können jetzt ausgesät werden:

Zweijährige Gemüse, deren Jungpflanzen mit wenigen Blättern sehr gut überwintern können. Dazu zählen:

Gartenmelde, Schwarzwurzeln, Petersilie

Mehrjährige zum Überwintern:

Gute Plätze müssen hell, trocken und frostfrei, aber möglichst gleichmäßig kühl sein, z.B.

Treppenhäuser von Wohnblocks, Wintergärten, gut isolierte Gewächshäuser (oder solche mit Heizmöglichkeit), helle Kellerräume)

Feuerbohnen, Tomatillo, Chili, Helmbohnen

(ggf. vorab Topfen, wenn nicht sowieso im Topf gewachsen und moderat zurückscheiden, sie sollen ja wieder austreiben können; die Erde sollte hin und wieder mal gegossen werden, d.h. die Pflanzen nicht vertrocknen lassen)

2020: Wie letztes Jahr Regen. Aber es ist warm. Die Bäume trinken und erfreuen sich noch ihres grünen Laubes. Dieses Jahr habe ich meinen Ziergarten schon jetzt abgeschnitten, entunkrautet und aufgeräumt. Ich möchte mal wieder eine dicke Schicht Kompost und Mulch um meine Stauden ausbringen, damit ich nicht soviel mit dem Girsch kämpfen muss.

2019: Endlich mal wieder ein kalter und nasser Start in einen neuen Monat, den Oktober. Das hatten wir schon ein paar Jahre nicht mehr. Erst in der Mitte des Monats soll es zum goldenen Oktober kommen. So golden kann er gar nicht mehr werden, denn einige Bäume und Büsche haben erst aufgrund der Sommer-Trockenheit und des Kälteeinbruchs schon ihre Blätter verloren. Ich hoffe, die Bäume vergessen bei dem vielen Regen ihren Stress und trinken sich erst mal satt.