Von Düngung zu Pflanzenentwicklung

In aller Kürze

Ammonsalpeter = Ammoniumnitrat

Chilesalpeter = Natriumnitrat

Kalisalpeter = Kaliumnitrat 

Kalksalpeter Kalziumnitrat

Kaliumchlorid

Kaliumsulfat

Mischdünger:

Kalkammonsalpeter

Kaliumcarbonat

Ammoniumsulphatsalpeter

Hinweise gegen Überdüngung - Pflanzen mögen es salzarm

Überdüngung und Grundwasser – Stichwort"Nitrat"

Die in Kunstdünger enthaltenen Salze sind auswaschbar.

In meiner Nachbarschaft werden die Felder gegüllt und anschließend wird zusätzlich Kunstdünger drüber gestreut. Wie das "rechnerisch" noch aufgeht? Ich weiß es nicht! In Norddeutschland mit den großen Schweinemastbetrieben ist die "Entsorgung" der Gülle ein besonderes Problem.

Weil bei uns noch so viel Regen fällt, dass die Wasserbewegung im Boden überwiegend abwärts (und nicht kapillar aufwärts) ist, können auf den Äckern als auch in den Straßengräben (wo im Winter der versalzte geräumte Schnee landet und das Drainagewasser von den Äckern) auch noch das sogenannte Straßenbegleitgrün wachsen. Allerdings landet ein Teil auch im Grundwasser und muss, wenn es zu Trinkwasser aufbereitet wird, aufwendig verdünnt werden (50mg/l sind der Grenzwert X)).

Das Wetter ist es auch, was beim Düngen mit berücksichtigt weren muss. Gute landwirtschaftliche Praxis heißt: dann zu düngen, wenn die Pflanzen die Nährstoffe aufnehmen können, d.h. ausreichend Wurzeln gebildet haben und genügend Feuchtigkeit im Boden ist, denn Pflanzen nehmen insbesondere ihre Hauptnährstoffe passiv durch Massenfluss auf. Idealerweise regnet es moderat nach der Düngegabe.

Düngen in Trockenzeiten ist ein "NoGo"!

Rein chemisch betrachtet findet man die gleichen "bösen" Düngesalze auch in festen, organischen Düngeformen, etwa in Mist. Nur sind sie in diesen, wenn gut aufbereitet, besser gebunden oder für das Bodenleben attraktiver, so dass man pauschal sagen kann, dass feste, organische Düngeformen Düngefehler eher verzeihen.

Herstellung, Gewinnung, Aufbereitung

Bergbau: Salzbergwerke

Meersalz: Sodagewinnung, Fleur de Sel

Natriumchlorid wird für den menschlichen Verzehr und die Chemieindustrie gewonnen.

 

Hilfe bei der Pflanzenentwicklung

Definitiv kein positver Einfluss, und deswegen gelten folgende Anti-Düngehinweise:

"Düngehinweise" – Pflanzen mögen es salzarm

Bei versalzten Gewächshäusern hilft nur gießen.

Während wir Menschen mit der Nahrung mengenmäßig mehr Natrium als Kalium zuführen, ist es in der Pflanzenernährung genau umgekehrt. Für Pflanzen wird Natrium schnell giftig.

Wenn sie gezwungen sind Natrium statt Kalium aufzunehmen, dann leiden die meisten unter Salzstress. Die meisten heißt, alle außer sogenannte Halophyten. Diese haben sich überall auf der Welt in den Meerwasser beeinflussten Küstenbereichen entwickelt. Diesen salzliebenden Pflanzengesellschaften ist gemein, dass sie artenarm sind!

Die wenigen Nutzpflanzen, die wir aus diesen Pflanzengesellschaften ausgelesen haben, können allerdings durch ein Quantum Salz tatsächlich besser wachsen, so etwa die zu den Chenopodiaceaen gehörenden Betarüben.

Alchemistische und chemische Eigenschaften

Salze der Kunstdünger

Beispiele enthalten im Namen häufig "-salpeter" oder "-nitrat": Ammonsalpeter = Ammoniumnitrat / Chilesalpeter = Natriumnitrat  / Kalisalpeter = Kaliumnitrat  / Kalksalpeter Kalziumnitrat  / Kaliumchlorid / Kaliumsulfat  / Mischdünger: Kalkammonsalpeter, Kaliumcarbonat, Ammoniumsulphatsalpete

Chemisch gesehen sind Salze Moleküle deren zwei Bestandteile wie bei einem Magneten zusammengehalten werden und zwar mittels der ionischen Bindung zwischen einem positiven Kation (z.B. ein Alkali- oder Erdmetall) und einem negativen Anion (z.B. ein Halogen-Gas).

Viele Kunstdünger enthalten solche Salze.

Dabei sind diese Stoffe zum Teil hochexplosiv.

Kaliumnitrat ist ein Bestandteil des Schwarzpulvers. Auch das Salz Kaliumchlorid ist tödlich giftig. Es wird zur Exekution der Todesstrafe und in der Sterbehilfe eingesetzt.

Solche Stoffe möchte ich nicht künstlich auf meinen Boden bringen, denn nicht organisch gebunden und zusätzlich unfachmännisch ausgebracht, können sie mehr schaden als nutzen. Langfristig leidet das Bodenleben gewaltig.

Kochsalz und Schneckentöten

Eine beliebte aber grausame Methode Nacktschnecken zu schädigen ist es, sie mit Salz zu bestreuen. Ehrlicher finde ich es, sie zu zerschneiden und einzugraben. Dann müssen sie nicht so lange leiden, sie können ja nichts dafür, dass sie meine Salatpflanzen so lieben. (siehe Artikel zu Schnecken)

Salze zur Seifensiederei

Seifen werden aus Ölen und Fetten durch Zugabe von Salzen gekocht. Dabei kommen Natron- und Kalilaugen zum Einsatz (siehe auch Kalium). Auch Seifen sind per se schon keimhemmend bis tötend (je nach Waschdauer) und kommen so auch als Pflanzenschutzmittel und vor allem als Netzmittel zum Einsatz.

Für diesen Zweck sind besonders Kern- oder Schmierseifen aus pflanzlichen oder tierischen Fetten geeignet.

Aus pulvrigem Natron lassen sich sehr preisgünstig eigene Waschmittel und Zahnpasten herstellen. So kann. Natron pur als Ersatz für einen Spülmaschinen-Tab verwendet werden (1 EL/Spülgang).

Natron und Sodbrennen

In jedem Haushalt sollte Natron (Natriumhydrogencarbonat) vorhanden sein. Als schnelles Universalmittel gegen akutes Sodbrennen hilft es genauso wie als Backtriebmittel (Lebkuchen).

Chemie und Alchemie (pro & contra)