Alchemistische und chemische Eigenschaften

Geschmack: Eiweiß: umami;

Geruch: molekularer N2 geruchlos, Ammoniak NH3 ätzend, stechend scharf nach Urin

Befindet sich das Element in einem globalen Kreislauf? Ja.


Luft N2> stickstoffbindende Bakterien NH4+> NO2- > NO3-> Pflanzenbaustein Eiweiße > Tierkörper Eiweiße> Verwesung, d.h. Abbau von organischem Stickstoff im Eiweiß > Luft N2

Stickstoff ist Hauschkas Luftstoff und steht in seinem kreisförmigen Ordnungssystem (nicht Periodensystem!) dem Kohlenstoff gegenüber. Ohne Stickstoff kein Eiweiß und ohne Eiweiß kein Fleisch, deswegen ist für Anthroposophen Stickstoff mit dem tierisch-menschlichen Dasein stärker verbunden als mit dem pflanzlichen Dasein.

Aber der Luftstoff kann noch mehr, denn er dient in seiner Eigenschaft als universeller Träger der Erbsubstanz sowohl der Kommunikation (Bestandteil von Hormonen und Duftstoffen) als auch der zeitweisen Fixierung von Wissen in unserer, in tierischer und in pflanzlicher DNA.

Stickstoff ist in großen und freien Mengen schon viel länger auf der (oder besser in der Atmosphäre der) Erde, als der erst von den Pflanzen in die Luft freigesetzte Sauerstoff (letzterer war zwar ubiquitär da, aber an Kohlenstoff, im Wasser oder im Gestein gebunden). Vielleicht ist Stickstoff in die junge Erde bereits in Form von Ammoniakeis bei ihrer Verdichtung aus Staub zu einem Himmelkörper eingetragen worden. Vielleicht war das die Urbefruchtung unserer Mutter Gaia?

Molekularer Stickstoff N2 als ungiftiger Hauptbestandteil der Luft (fast 80%) ist das Gas, welches es dem Schall ermöglicht, sich auszubreiten. Und mit Schall werden wiederum bekanntlich Nachrichten transportiert, egal ob Vogelgezwitscher, das Knacken von Maiswurzeln oder Gesang. Schall ist eine Schwingung und da kommt der rhythmische Charakter des Stickstoffs ins Spiel mit seinem Auf und Ab im Kreislauf zwischen Luft und Erde, Pflanze und Tier, vielleicht das Ur-Yin-Yang. Über Rhythmus lassen sich ganze Abhandlungen schreiben (was ich nicht möchte). Aber ohne Rhythmus existiert kein Leben! Und ein Merkmal von Leben ist wiederum die Fähigkeit zum Stoffaustausch mit der Umgebung, und im weiteren Sinne könnte man selbst das wiederum als Kommunikation bezeichnen.

Auch in Form von biogenen Aminen sorgen Stickstoffverbindungen für die Sprache zwischen den lebenden Zellen und duften oder stinken und werden vom tierischen und pflanzlichen Leben als Zwischenstufen von Alkaloiden, Hormonen und Vitaminen synthetisiert (z.B. Cadaverin, Dopamin, Histamin, Serotonin, Vitamin B12, Adrenalin). Wobei die Aussendung von chemischen Boten eine der ältesten Arten ist zu kommunizieren! Sie funktioniert nicht nur auf Zellbasis, sondern auch inter- und intraspezifisch (d.h. innerhalb der Arten und zwischen den Arten, Pflanzen eingeschlossen!).

Allgemein meint man, dass Stickstoff lebensfeindlich sei, da er Feuer ersticken kann und deswegen in den üblichen Feuerlöschern enthalten ist, das Gegenteil ist aber der Fall, denn durch ihn wird der hochgiftige Sauerstoff (der ist wirklich giftig, lebensfeindlich!) auf ein atembares Niveau verdünnt.

Dass die Atmung unseren menschlichen Rhythmus bestimmt, ist allgemein anerkannt. Denn ohne Atmung kein Herzschlag (weiß jeder hoffentlich noch vom Erste-Hilfe-Kurs). Das Herz nimmt sozusagen den Atemrhythmus auf, modifiziert ihn und lässt unser Blut im Takt fließen.

Über die Atmung geben Lebewesen (zwischenzeitlich weiß man das sogar von Bäumen (Untersuchung von Andreas Zlinsky)) sich nicht nur einen Rhythmus vor, sondern sie inhalieren dabei auch Gerüche, und somit gasförmige Informationen (z.B. ob es regnet oder der Bauer düngt oder ob die Rosen blühen…). D.h. bei jedem Atemzug stehen wir im Kontakt mit unserer Umwelt (vielleicht ist das die eigentliche Ursache, warum Frauen lieber Dauerlüften statt Stoßlüften, sie sind ja allgemein auch die kommunikativeren Wesen).

Für Hauschka ist Stickstoff das Element, welches Empfindung vermittelt, denn was ist der Empfang und die Entschlüsselung von Information: Nichts Anderes als Empfindung!?

Von Düngung zu Pflanzenentwicklung

In aller Kürze

01_Huelsengewaechse/Stickstoff-in-Kuerze.pdf

 

Düngehinweise

Verschiedene Stickstoffdünger

Rein quantitativ ist Stickstoff zwar das Element, welches die Pflanze am meisten zum Wachstum braucht, aber auch der Stoff, welcher oberflächlich (luftig) betrachtet, immerzu vorhanden ist. Wir düngen mit etwas, worin die oberirdischen Pflanzenteile zu knapp. 80% sowieso schon baden!

Ich bin der Ansicht, dass unsere Gartenböden in den allermeisten Fällen gar keinen zusätzlichen Stickstoff benötigen. Die meisten sind (das zeigt dann eine Analyse) hoffnungslos überdüngt. Oft schädigt man mit jährlicher (unreifer) Mistzufuhr nur das Grundwasser statt, wie viele Gärtner beabsichtigen, die nächste Gemüsegeneration zu mästen. Denn die würde auch besseres Wachstum zeigen, wenn nur die Wasserzufuhr ausreichend und gleichmäßig erfolgt und wenn das Bodenleben sehr aktiv ist.

Die Verteilung des ohnehin anfallenden Kompostes halte ich auch nur dann für dienlich, wenn sie zur Bildung von Dauerhumus eingesetzt wird, der wiederum die Nährstoffe und auch das Wasser optimal pflanzenverfügbar hält.

Auf ihrem Stickstoffbedarf basiert die meiner Ansicht nach oberflächliche Einteilung der Pflanzen in Stark- Mittel- und Schwachzehrer. (Oberflächlich, weil andere Nährstoffe oder gar Nährstoffverhältnisse nicht betrachtet und auch Pflanzabstände und Wachstumsgeschwindigkeiten nicht genauer berücksichtigt werden).

Allgemein bekannt ist, dass ein reges Bodenleben durch seine Ausscheidungen Stickstoff pflanzenverfügbar aufschließen kann (Regenwurmkot, Bakterienkot). Dabei spielen Knöllchenbakterien eine große, aber nicht die alleinige Rolle! Allerdings stellen die Bodenbakterien Nitrosomonas und Nitrobacter den Pflanzen N in ihrer Lieblingsform, dem Nitrat (NO3) zur Verfügung. Wir düngen (füttern) also nicht die Pflanzen, sondern den Boden!

Die Pflanze kann Stickstoff auch als Ammonium NH4 verwerten, deswegen wird in künstlichen Düngern häufig beides - Nitrat und Ammonium - kombiniert.

Auch bei der Verwesung von Pflanzenwurzeln und Bodenlebewesen zerfallen Eiweiß und Stickstoff und werden wieder für das nächste Leben verfügbar. Das ist auch das Urprinzip von Mist, Kompost, Mulch und Bokashi (was eigentlich nichts anderes als milchsauer (EM-versetzter) vergorener Kompost-Sickersaft ist).

Ein gewisser Stickstoffteil befindet sich übrigens mineralisiert im Boden und wird dort nach und nach durch natürliche Verwitterung frei (deswegen kam es früher auch schon mal vor, dass Erde geklaut wurde).

U.a. hat man mit Mergel (einer je nach Herkunft unterschiedlichen Mischung zwischen idealerweise 2/3 Ton und 1/3 Kalk), der zusätzlich mit Stallmist versetzt wurde, gedüngt.

Im ökologischen Landbau ist mit dieser einen Ausnahme (Mergel) nur organischer Stickstoff in Form von Misten, Komposten und Ernte- und Lebensmittelverarbeitungsrückständen zulässig.

In regenreichen Gebieten werden jährlich  20 – 25 kg pro Hektar Stickstoff natürlich eingetragen.

Gerade Gewitter haben einen Düngeeffekt, da durch die Energie der Blitze der Luftstickstoff zu Stickoxiden gewandelt werden kann, die anschließend über den Gewitterregen in den Boden reingeklopft werden. Damit ist der nach Gewittern zu beobachtende Wachstumsschub nicht rein auf das Wasser zurückzuführen.

Übrigens leiden Pflanzen in Zeiten von Dauerregen und Überschwemmungen an indirektem Stickstoffmangel, da bei diesen Verhältnissen die Bodenorganismen kränkeln und nicht mehr so aktiv stoffwechseln. Außerdem werden zusätzlich wasserlösliche Stickstoffe schlichtweg ausgewaschen!

Da Stickstoff gerne verduftet oder ausgewaschen wird, sind nach solchen Regenereignissen Kopfdüngungsgaben sinnvoll. Diese lassen sich auch über Pflanzenjauchen bewerkstelligen.

Nebenbei bemerkt, auch alle Verbrennungsmotoren setzen Stickstoff frei, aber in Form von Stickstoffmonoxid (NOx), was man nicht haben will, weil hochgiftig und weswegen man die Noxe mittels Katalysator einfängt. Trotzdem düngt unser individual-PKW-Verkehr die Umgebung, z.B. Straßengräben auch mit Ammonium (NH4+).

Die abtötende Wirkung von sogenanntem Kalkstickstoff beruht übrigens auf der Freisetzung von Cyan-, also Blausäure, nicht auf dem ungiftigen Stickstoff selbst.

Herstellung, Gewinnung, Aufbereitung

Mittels des sogenannten Haber-Bosch-Verfahren wird aus Luft und Wasserstoff Ammoniak reduziert (NH3). Das Ganze ist extrem energieaufwändig solang der Wasserstoff nicht mit Solarenergie und die Prozess-Energie nicht ebenfalls über regenerative Quellen erzeugt werden.

Mist ist tierischer Kot vermengt mit Einstreumaterialien.

Mist wird für den Gartenbau nur von domestizierten Tieren gesammelt. (Wer weiß, ob glückliche Tiere besseren Mist liefern?) Welchen Mist man bevorzugt, liegt nicht nur am Nährstoffgehalt, sondern eben auch am Geruch und an der Verfügbarkeit, bzw. an der hygienischen Aufbereitung. Leider können über tierische Exkremente auch Krankheiten (auch von Tier auf Mensch) übertragen werden.

Hühner, Gänse und Tauben (Geflügel) liefern den schärfesten Mist, die Kühe und Schweine den mildesten (nicht geruchstechnisch!). Schafdung ist doppelt so stark wie der von Kühen und schließlich liegt der (unberechtigt) so beliebte Pferdemist in seiner Potenz zwischen dem von Schafen und Kühen.

Allgemein sollte man bei Mist wissen, ob er von gesunden Tieren stammt, d.h. von solchen, die keine Medikamente erhalten haben.

Kompost / Bokashi ist die geführte, d.h. geordnete biologische Umsetzung von organischen Substanzen meist pflanzlichen Ursprungs. Bokashi ist dabei die bakteriell erzeugte, häufig milchsauer vergorene Sickersaft-Variante.

Pflanzenjauchen dienen oft als Kopfdüngung und haben stark unterschiedliche, schwer bestimmbare Konzentration an Nährstoffen, aber zusätzlich phytosanitäre Wirkungen.

Gründüngung und auch Mulch ist keine "echte" Düngung, sie verhindert aber das Auswaschen von vorhandenen löslichen Stickstoff, wird erst nach dem Absterben und Einbringen in den Boden zu Futter für das Edaphon (Bodenbewohner).

Hilfe bei der Pflanzenentwicklung

Auch wenn Stickstoff zu den Hauptnährelementen gehört, sollte er meiner Ansicht  nach bei der Entwicklung von Gemüsepflanzen sehr bedacht eingesetzt werden. Zu viel Stickstoff ist vielleicht mit Lärm gleichzusetzen, der enthält auch keine (heraushörbaren) Informationen mehr, bzw. etwaige schöne Klänge werden überrauscht. Auch sollte man bedenken, dass Pflanzen vielleicht absichtlich einen anderen evolutorischen Weg genommen haben als Tiere und Menschen, welche in der Zeit ihrer Inkarnation (Fleisch-Eiweiß-Werdung) ihr Bewusstsein im beweglichen Körper eingeschlossen haben. Pflanzen hingegen sind zwar körperlich verwachsen, d.h. standortgebunden, aber Esoteriker gehen davon aus, dass ihr Bewusstsein nicht im Körper eingeschlossen ist.

Da die Kommunikationswege mit Pflanzen von uns vergessen wurden oder noch nicht entwickelt worden sind, wäre ein Versuch mit stickstoffhaltigen Düften interessant. Sicherlich spielt auch die Stickstoffform eine Rolle, d.h. ob sie vielleicht positive Erinnerungen an glückliche Leben enthalten, d.h. ob sie aus natürlichen, organischem Ursprung ist oder künstlich technisch synthetisiert wurde.

Ich bin sowieso der Meinung, dass wir unsere Nutzpflanzen erst durch "anfüttern" gezähmt haben, also dass wir mit unseren Lieblingsnahrungspflanzen genauso verfahren sind, wie bei der Domestikation von Haustieren.