Typen und Sortenkunde

Wie ist es mit der Sortenvielfalt 2021 bestellt?
Weitere Namen und Bezeichnungen
Vorfahren und lebende Verwandte
Kreuzungsmöglichkeiten

Manch ein Autor behauptet, dass die Knollen seit Jahrtausenden (Weaver) angebaut würden, was aber in Zusammenhang mit Inka-Knollen nicht so ganz stimmen kann, denn ihre Hochkultur verlief parallel zu unserem Mittelalter! D.h. der nachweisliche Anbau ist grad mal höchstens 800 Jahre belegbar. In ihrem Ursprungsgebiet gibt es heute noch sehr viele Sorten. www.cultivariable.com listet allein 18 davon auf. Manche Autoren behaupten, dass es in Mexiko tagneutrale Sorten gäbe (Crawford, Toensmeier), andere verneinen das wiederum vehement 1) . Allerdings sind in Mexiko 30% der ursprünglich bekannten Sorten verschwunden. Vielleicht war ja eine tagneutrale Sorte unter den Ausgestorbenen dabei?

Toensmeier behauptet bzw. schlägt vor O. tuberosa mit O. tetraphylla (deppei), O. violacca oder O. montana zu kreuzen. Das geht sicherlich nur auf sehr technische Weise, denn WWW.Variable.com schreibt, dass Kreuzungen nur mit in Amerika heimischen Sauerkleegewächsen Erfolg versprechen. Mit anderen Worten hier tut sich noch ein weites Experimentierfeld auf.

Die Knollen unterscheiden sich in ihrer Schalenfarbe, Augenfarbe, Größe, Länge und Form. Oka neigt zu somatischen Mutationen, d.h. bei wem eine Knolle auftaucht, die "halb halb" erscheint, kann diese durchschneiden und wird in Folge 2 Sorten haben.

Sorten vor 120 Jahren

GROSS weiß, dass es verschiedene 'Spielarten' gibt, d.h. verschiedene Knollenfarben.

Sorten aus Roter Liste

keine genannt

Sorten für den Bioanbau 2017 von FIBL empfohlen

keine bekannt

Open-Source-Sorten

leider keine bekannt

Sorten mit komischen Namen

'Amarillo' hat sicher nichts mit Marillen (Aprikosen) zu tun.

'Grande Hopin', 'Sockeye' (Socke mit Loch!)

Sorten aus fremden Ländern für Jäger und Sammler

www.cultivariable.com

'Longview' , 'Macrocks', 'Redshift', 'Siwash', 'Sockeye'

Auslesekriterien und Saatgutgewinnung

Merkmale alter Sorten
Während des vegetativen Wachstums
  • Frostfestigkeit der frischen Triebe
  • Frostfestigkeit gegen Ende der Saison im Herbst
  • Farbe der Stängel
  • Dicke und Saftigkeit der Stängel
  • Geschmack der Stängel und Blätter
Während des generativen Wachstums
  •  Blütezeit in unsere Vegetationsperiode verschieben (ich habe leider noch keine Blüte an meinen Ocas entdecken können)
Nach der Ernte in Genussreife
  •  Knollen-, Fleisch und Augenfarben: weiß, gelb, orange, rot, dunkelrot, lila bis fast schwarz, gesprenkelt
  •  Knollenform: zusammengewachsen, zapfenförmig, länglicher, rundlicher
  • Knollenhaut: wachsartig, pergamentartig
  • Geschmack: mehlig, süß, sauer, bitter
  • Eignung für Nachreifung in Sonne als auch zur Sofortnutzung
  • Eignung für Konservierungsmethoden (Gefriertrocknung, Caya-Käse, Marmeladen, etc.)
Nach der Ernte des Saatguts

Wenn es denn mal hier gelingt Samen zu bekommen, dann sollten die lange Jahre keimfähig bleiben.

Heterostylie muss bei erfolgreichen Kreuzungen berücksichtigt werden:

www.cultivariable.com

UPOV Test Guideline

No.

Vorschlag für unkonventionellen Züchtungsansatz

Neigung zu zusammenwachsenden Stengeln (im engl. 'fasciated') – könnte allerdings auch durch Infektionen hervorgerufen sein und kann dann allerdings nicht genetisch beeinflusst werden.

Technisch-Gentechnische Vergewaltigungs- und Forschungsansätze