Gemüse und mehr

 Allgemein bekannte Gemüse

Gemüse mit Entwicklungsbedarf oder für den Klimawandel

  • Artischocke (Cynara scolymus)
  • Kardy (Cynara cardunculus)
  • Mariendistel (Silybum marianum)
  • Salatchrysantheme (Glebionis coronaria var. coronaria)
  • Sonnenwurzel (Helianthus strumosus)
  • Wiesenbocksbart (Tragopogon pratensis)
  • Weißwurzel (Tragopogon porrifolius ssp. porrifolius)
  • Yacon (Polymnia sonchifolia)

Gründüngepflanzen

  • Färberdistel (Carthamus  tinctorius)
  • Iva (Iva annua) Ehemalige Nahrungspflanze der Kansas-City-Hopewell-Kultur leider mit Allergiepotential
  • Madie (Madia sativa)
  • Ramtill (Guizotia abyssinica)
  • Ringelblume (Calendula officinalis)
  • Sonnenblume (Helianthus annus) alias "Tieftaucher"
  • Studentenblume (Tagetes erecta) alias "Schneckensucht"

Einjährige Arzneipflanzen für Jauchen, Tees und Beizen

  • Ambrosia / Jesuitentee (Ambrosia  artemisiifolia) Tieftaucher, Neophyt
  • Echte Kamille (Marticaria  recutita, syn. Chamomilla recutita)
  • Gewürztagetis (Tagetes minuta)
  • Goldrute (Solidago ssp.)
  • Mutterkraut (Tannacetum parthenium)
  • Pyrethrum (Tanacetum cinerariifolium)
  • Rainfarn (Tannacetum vulgare)
  • Wermut (Artemisia absinthium)

Beikräuter, Heilkräuter – Unkräuter, invasive Kräuter aus aller Welt

  • Ambrosia / Jesuitentee (Ambrosia artemisiifolia) Tieftaucher, Neophyt
  • Beifuß (Artemisia  vulgaris) Hackfruchtunkraut
  • Hundskamille (Anthemis tinctoria)

Korbblütler

Kultur- und Domestikationsgeschichte, Hinweise zu verbreiteten Inhaltsstoffen, Düngung und alchemistische Gedanken

In der Antike wurde Phosphorus gleichgesetzt mit dem höchsten Gott, dem Sonnengott oder der Morgenröte.

Deswegen habe ich es den Asteraceaen zugeordnet, denn viele von diesen blühen in Gelb- und Rottönen wie der Phosphorus, und ihre Blütenkörbchen gleichen mit ihren Spiralen den Strahlen der Sonne.

Aber erst mal zum Phosphor als Dünger, der uns vielleicht bald ausgeht, nämlich noch bevor uns das Erdöl knapp werden wird! Und das wird passieren, obwohl wir seine allgemein wachstums- und damit ertragsfördernde Wirkung erst seit etwas mehr als 150 Jahren zu deuten wissen und Phosphat seitdem künstlich produzieren. Denn erst nachdem das Thomasmehl, ein Nebenprodukt der Eisenerzverhüttung, ab 1884 als Dünger verkauft wurde, und Humboldt Anfang des 19. Jhd. die Düngung mit Vogelmist (genauer mit Guano) empfahl, wurde Phosphor im großen Stil ausgebracht. Diese Praxis hat sich Humboldt bei seinen Reisen bei den amerikanischen Küsten-Indigenen abgeschaut.

In jüngster Zeit spielt Phosphat eine unrühmliche Rolle im Syrien-Krieg. Denn als weltweit fünftgrößter Schürfer fällt dieser Lieferant aufgrund der kriegsbedingten Handelseinschränkungen für uns aus X). Da bleibt uns vielleicht in naher Zukunft doch nur übrig, wieder den zum Teil mit Schwermetallen verseuchten Klärschlamm als Phosphat-Quelle aufzubereiten oder eben komplett zu verzichten.

Wilhelm BUSCH: Plisch und Plum (Fünftes Kapitel): Mama Fittig machte grad; Pfannenkuchen und Salat. Das bekannte Leibgericht, Was so sehr zum Herzen spricht.

Denn auch die Pflanzenwelt kam bis dato ohne künstlich zugefügten Phosphor aus, indem Gewächse vielfach Symbiosen mit den um ihre Wurzeln lebenden Bakterien eingingen, welche mit Zucker gefüttert wurden und dafür bekamen sie aus den Bodenmineralien herausgelöstes Phosphate zurück. Oder sie fanden einen chemischen Weg die Phosphate direkt löslich zu machen. Diesen Trick scheinen Fabaceaen zuerst angewendet zu haben, zumindest wurde er als erstes an weißen Lupinen nachgewiesen. Diese scheiden, wenn sie Phosphor-Hunger haben, aktiv organische Säuren aus den Wurzeln aus und lösen somit festgelegtes Phosphat an.

HAUSCHKA (1946) sieht im Phosphorus das Mittel, bzw. wie er es ausdrückt das "isolierende Agens", welches "… bewusstseinsmäßig das Individuum von der äußeren Umgebung trennt und dadurch das intellektuelle und körperliche Selbstbewußtsein schafft." Das klingt für mich nach Vermehrung, nach (Keim-)Zellteilung. Und genau dafür ist Phosphor tatsächlich wichtig. Für die Blüte, die Samenbildung und die Keimung. Zugleich klingt es nach dem Ich-Bewusstsein, welches auf Ebene Mensch existiert als abgespalten vom All-Bewusstsein (vom Göttlichen). Auch in der Homöopathie wird Phosphorus zur Stärkung des Selbstvertrauens (also für die Inkarnation) verabreicht. Sich trauen, Macht haben = sich selbst trauen, mächtig sein.

Was macht dann wohl zu viel Phosphor-Dünger mit unseren grünen Freunden, schenkt er ihnen auch Vorformen eines intellektuellen Selbstwertgefühls? Zwingt er sie mehr in die Materiewelt hinein? Können die Pflanzen das überhaupt vertragen oder brauchen sie das sogar, um sich gegen uns Menschen wehren zu können?

Ich setze in meinem Garten auf natürliches, organisches Phosphat in dem Maße, wie es mir von der Natur geschenkt wird, bzw. wie es in meinem Boden vorhanden ist. Wo auch immer möglich sorge ich selbst für Vogelmist, d.h. ich füttere meine "fliegenden Dinosaurier" im Winter und bis in ihre Brutzeit fleißig. Und wenn ich doch einmal meine, dass meine Gemüse Phosphor-Hunger haben, dann bekommen sie ein Quantum über den im Kompost gewandelten und gereiften Hühner- oder Taubenmist.

Phosphorus trägt das Licht und damit die Macht (die Fähigkeit, Kraft zu machen!) bis ins Allerinnerste, beim Menschen bis in die Knochen. Ein dank seines starken Skeletts aufrechtgehender Mensch erscheint mächtig. Phosphorus-Pflanzen ermächtigen und kräftigen uns also, vielleicht auch im Kampf gegen weitere Umweltzerstörer, denn welche Blume ist aufrechter als die Sonnenblume, das Symbol für die Umweltbewegung und die 'Partei, Bündnis 90/Die Grünen'.

Die Asteraceaen schützen sich seltener mit Giften, dafür eher mit mechanischen Stacheln (da kommt die technische Macht ins Spiel) wie bei den Disteln. Wenn Gifte produziert werden, dann schmecken sie bitter, sind aber in der richtigen Dosierung gut für Leber und Verdauung wie etwa das Lactucin und Lactucopicrin. Asteraceaen bilden besondere Mehrfachzucker, ihr Energieträger heißt Inulin (zusammengesetzt aus bis zu 100 Fructose-Bausteinen). Von den uns bekannten Chicoree, Artischocken, Löwenzahn bis zu den neuen Superfoods Yacon, Dahlie und Topinambur sind alle essbar. Allerdings bekommt der ein- oder andere Blähungen beim Genuss. In diesem Fall muss sich der Darm erst auf die neue Nahrung einstellen, d.h. die entsprechenden Bakterien (Bifidus) müssen sich vermehren. Dafür hilft Inulin (oder die Bakterien) dann angeblich beim Abnehmen. Hingegen sind Pollen vieler Kompositen für Allergiker ein Problem. So ist der gute Kamillentee für manch einen verboten und gegen die Ambrosia, die in ihrem Herkunftsland als Heilmittel geehrt wird, werden regelrechte Vernichtungskriege geführt. Ich frage mich, ob die Lösung für das Allergieproblem nicht in der gleichen Pflanzenfamilie zu finden ist. Denn Darm, Verdauung, Immunsystem und Allergien hängen bekanntermaßen zusammen. 

Gedanken zur Fruchtfolge

Wer Korbblütler anbauen möchte, muss darauf achten, dass die Vorfrucht nicht von den gleichen Nematoden geplagt wird wie etwa Schwarzwurzeln oder Salate. Gerade wenn Feldfrüchte länger als ein Jahr auf dem Feld bleiben könnten, wie es mit den mehrjährigen "Topis"  und Schwarzwurzeln der Fall ist. An Zwiebeln und an Möhren nagen die gleichen Älchen wie an Schwarzwurzeln. Auf der anderen Seite gibt es Tagetis, die die Nematoden anlocken und bei deren Biss die "kleinen Biester" dann sterben müssen.

Auch wenn Salate aufgrund ihrer kurzen Standzeit keine allzu große Fruchtfolgerolle spielen, ist Oleracea-Kohle gute Vorfrüchte für Korbblütler.

Botanik, Blütenökologie und Bestäuber

Blütendiagramm einer Asteraceae

Blütenformel: *-| K0-oo(Pappus)[C(5)A(5)]G(2), unterständig

Im alten Familiennamen Compositae drückt sich die Charakteristik der Blüte aus, denn sie ist aus nahezu unendlich vielen kleinen Blütchen zusammengesetzt, von denen zumindest bei ungefüllten Sorten die jeweils am Korbrand sitzenden ein großes Zungenblatt ausbilden um mit diesem Kranz eine einzige Blüte vorzutäuschen. Den Insekten ist es egal, solange sie im "Pollenfeld" landen können, und das geht bei ungefüllt- oder halbgefüllten Blüten am besten.

Jede kleine unscheinbare Blüte ist proteandrisch (vormännlich) und bildet mit ihrem meist unterständigen Fruchtknoten eine Achäne (eine Art kleinster Nuss) aus. Die Einzelblüten sind im Blütenboden im 5/13-Takt schraubig angeordnet, so dass für uns der Eindruck eines Sonnenwirbels entsteht, der je nachdem wie man ihn anschaut, links oder rechtsherum dreht. Die Kelchblätter sehen oft aus wie Schuppen und duften bei Herbstastern harzig!

Zur Reifezeit bilden sich dann unzählige flugfähige Pappusse mit einem Samen als Fallschirmlenker.

Die zahlreichen Mitglieder (ca. 25000 Arten) der Familie sind hochentwickelte Kräuter und Stauden.

Professionell angewandte Kreuzungs- und Hybridisierungstechniken  

  • Kastration der männlichen Blütenblätter von Hand
  • Ausnutzen männlicher Sterilität

Signatur

Die feinstoffliche Qualität des Lichtträgers wird nach Hauschka (1946) über den Himmelsausschnitt des Sternbilds Krebs vermittelt.
Durch die häufig gelben Strahlenblüten und den ebenfalls reichlich produzierten gelben Pollen sehe ich den Bezug zur Sonne und damit zum Sonnengott "Phosphor", welcher als Elementstoff ebenfalls gelb vorkommt.

Planet: Jupiter, Sonne

Farbmagie: goldgelb, knalliggelb, orange-rot

Schlüsselzahlen: 1, unendlich

Themen: Zeus, Lichtbringer, Feuer, Gott, Allmacht, Kugel

Bezug: Phosphor