Signatur

Die feinstoffliche Qualität der Kieselsäure wird laut HAUSCHKA (1946) über den Himmelsausschnitt des Sternbilds Widder vermittelt. Mein aufgestellter Bezug zu den Nachtschattengewächsen entspringt dem Gedanken, dass den wärmeliebenden Migliedern Familie einige Eigenschaften des Siliziums gut täten.

Planet: Venus, Saturn (wenn giftig)

Farbmagie: gelbgrün, schwarz

Schlüsselzahlen: 5

Themen: Pentagramm, Mensch

Bezug: Silizium

Gemüse und mehr

Allgemein bekannte Gemüse
Gemüse mit Entwicklungsbedarf oder für den Klimawandel
  • Äthiopischer Nachtschatten (Solanum aethiopicum)
  • Baumchilli (Capsicum pubescens)
  • Chichiquelite (Solanum guineense)
  • Engelstrompeten (Brugmansia abroea) X)
  • Garden Huckleberry / Burbanks Wunderbeere (Solanum x burbankii) Chichiquelite ist ein Elterteil davon
  • Gartennachtschatten (Solanum melanocerasum)
  • Grüner Nachtschatten (Solanum opacum) aus Australien
  • Litchitomate (Solanum sisymbriifolium)
  • Pepino (Solanum muricatum)
Gründüngepflanzen

keine bekannt

Einjährige Arzneipflanzen für Jauchen, Tees und Beizen
  • Bauerntabak (Nicotina rustica) (sehr giftig, sehr starkes Insektizid)
  • Bocksdorn (Lycium pallidum)
  • Engesltrompete (Brugmansia alba) (sehr giftig, sehr starkes Insektizid)
  • Giftbeere (Nicandra physaloides) als Abwehr gegen weiße Fliegen
  • Peperoni (Capisicum annum Longum Gruppe)
  • Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) X) (ist wichtige Pflanze für den Totenkopfschwärmer und andere Falter!)
  • Tabascochili (Capsicum frutescens)
  • Virginiatabak (Nicotina tabacum) (sehr giftig, sehr starkes Insektizid)
  • Zuni, eine Gruppe Indigena, benutzen Wurzelstücke bei Maisaussaat zur Schädlingsabwehr (WOLTERS, 1996)
Unkräuter aus aller Welt
  • Birdpepper (Capsicum annuum var. glabriusculum)
  • Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamare)
  • Gelber Nachtschatten (Solanum vilosum) 
  • Gemeiner Stechapfel (Datura stramonium)
  • Groundcherry (Phyalis subglabrata) (COCANNOUER, 1950)
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum) 

Nachtschattengewächse

Kultur- und Domestikationsgeschichte, Hinweise auf verbreitete Inhaltsstoffe, Düngung und alchemistische Gedanken

Das Silizium wird in der klassischen Düngerlehre gar nicht betrachtet. Jedoch ist es "gerührt und nicht geschüttelt" in der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise unverzichtbar. Ohne das sogenannte Präparat Hornkiesel, welches nach biologisch-dynamischer Ansicht die kosmischen Kraftströme (Wistinghausen, 1985), also die Leitbahnen für die überirdischen Energien (oder systemtheoretisch "Informationen") unterstützt, wäre diese Art von Landwirtschaft undenkbar. Es wird u.a. aus zermahlenem Bergkristall hergestellt.

HAUSCHKA (1946) beschreibt die Veränderung des Eiweiß als Degenerationsprozess bis hin zum hochgiftigen Cyan als Abgabe von Wasser und gibt zum Beweis die (siehe Tabelle 1. Spalte) Summenformeln an: Wenn man sich die modernen Summenformeln von bekannten Alkaloiden ansieht, lässt sich jedoch nicht ableiten, dass diese umso giftiger wirken, je weniger Wasser enthalten ist. Fakt ist dennoch, dass sich diese Stoffgruppe oft ausschwemmen oder zumindest verdünnen lässt, indem man Kochwasser wegschüttet (Kartoffeln) oder unreifen Tomaten und Auberginen das Gift zusammen mit Wasser durch Einsalzen entzieht.  Auch beim Rauchen findet eine Verdünnung statt, hier allerdings mit Luft. Der Umgang mit manch blausäurehaltigen (=Cyanwasserstoff) Knollen wie Maniok und Samen (Bittermandeln und Cashew) ist den Menschen seit jeher vertraut. Warum nehmen es die Anthroposophen den Solanaceaen so übel, wenn sie sich mittels der alkalisch (also basisch) wirkenden Substanzen vor Fraßfeinden und damit auch vor dem westlichen Menschentyp schützen, denn die 'Indianer' haben sich anscheinend mit dem alkaloidsüchtigen Nachtschattengeist vielfach verbündet. Wie sonst käme es, dass die amerikanischen Ureinwohner sowohl Tomaten als auch Kartoffeln zu ihren Nahrungsgrundlagen ausgelesen haben?

Silizium ist in unserem Boden nichts Ungewöhnliches, (Quarz-) Sande bestehen daraus, es ist das zweithäufigste Element unserer Erdkruste. Als Grundstoff unserer Gartenböden nennen wir seine silikatischen Verbindungen z.B. Feldspat, Quarz und Glimmer.

Als regelmäßige Kristallstruktur gewachsen, gibt es neben dem wasserklaren Bergkristall noch Rauchkristall, Rosenquarz und Amethyst.

Wenn man es wie ich wagt, Lebewesen als Entitäten zu definieren, die Stoffe aufnehmen um sie in regelmäßige, strukturierte Körper einzubauen, dann gehören Kristalle wie auch die aus Silizium gebildeten mit zu den Lebensformen! Sie wachsen aber so langsam, dass wir dies nicht erkennen. Ich meine nämlich, immer dann Bewusstsein wirken zu sehen, wenn sich Formen wiederholen und gewissen Gesetzmäßigkeiten "gehorchen", also der (statistische) Zufall oder wie die Antike sagte, dass Chaos, oder physikalisch gesagt die Entropie, zurückgedrängt wird. Und Bewusstsein ist neben Wachstum für mich ein wichtiger Bestandteil von Leben.

Diese Denkweise ist einigen Kulturen nicht fremd, so z.B. auch den indischen Jains oder im Animismus. Vielleicht ist es auch das, was die biologisch-dynamische Landwirtschaft über ihr siliziumhaltiges Präparat versucht, den Pflanzen zu vermitteln: Form, Gestalt und damit eine Hülle, eine Haut. Es wirkt dabei aus den kosmischen Weiten oder wie Hauschka (1946) sagt 'aus dem Umkreis' kommend nach innen.

Pflanzensteine: Aus Silizium, das aus dem Boden aufgenommen und als Kristall aus dem Zellsaft ausfällt, entstehen zu Lebzeiten der Pflanze sogenannte Phytolite. Sie haben als 'Skelett' Stützfunktion und dienen der Fraßabwehr (es knirscht zwischen den Zähnen, Mandibeln, Reibezungen etc.).  Die Archäobotanik kann mittels dieser in Pflanzen Phytolithe  genannten Kristallkörnchen bestimmen, was vor Jahrtausenden auf dem Boden angebaut wurde, denn sie überdauern (wie Knochenreste für die Archäologie) die Pflanzen. Entdeckt wurden die Phytolithe übrigens von Darwin  X) , allerdings hat er sie nicht zur Verwandschaftsbestimmung herangezogen, was man heute durchaus tut.

Ich habe Silizium den Nachtschattengewächsen zugeordnet, weil es wie diese sehr wasserliebend ist, es verbindet sich mit Wasser zum Kieselgel. Kieselsäure schützt äußerlich angewendet vor dem Austrocknen und dem Spröde-werden. Die "geistige" Komponente vermittelt Festigkeit und Abgrenzung, welche eine Pflanze braucht, um nicht von Pilzen durchdrungen zu werden. Und tatsächlich kann Kieselpulver (großzügig, nicht homöopathisch aufgesprüht) unsere Tomaten vor Kraut- und Knollenfäule schützen.

Der Schachtelhalm und die Brennnessel enthalten viel Kieselsäure (auch in Form von sogenannten Pflanzensteinen!) und helfen als Pflanzentee gegen fäulnisbringenden Organismen allgemein. Die Solanaceaen können überhaupt keine Pflanzensteine aus Silizium bilden. Silizium als kräftigender Hüllstoff scheint ihnen fremd. Aber wenn man bedenkt, dass wir alle von uns als Nahrung genutzten Nachtschattengewächse ihrer warmen Heimat beraubt haben, dann sollte man darüber nachdenken, was sie benötigen um besser abgeschirmt zu sein.

Gemüse-Familien deren Arten Phytolithe produzieren: Asteraceae ; Boraginaceae ; CucurbitaceaePoaceaeUrticaceaeIn unseren Breiten brauchen sie mehr Schutz, undurchdringlichere Haut, ein dickeres Fell um den hiesigen Wettern gewachsen zu sein. Vielleicht macht der Einsatz von Hornkiesel gerade bei ihnen besonders viel Sinn.

Gemüse-Familien deren Arten keine Phytolithe produzieren: Amaranthaceae ; Amaryllidaceae ; Apiaceae ; Campanulaceae ; Chenopodiaceae ; Fabaceae ; Labiatae ; Liliaceae ; Malvaceae ; Oxalidaceae ; Polygonaceae ; SolanaceaeVielleicht ist es auch möglich, winzigste Impulse für unsere Züchtung zu setzen, weil mittels des Informationsspeichers Kiesel (man denke an die technische Verwendung in Computerchips) unser Jahresrhythmus und Klima an die Pflanze vermittelt werden kann. Jetzt muss sie nur noch lernen (wollen).

Obwohl fast alle Nachtschattengewächse mitunter tödlich giftig sind, entspringen dieser Familie zwei weltwirtschaftlich sehr wichtige Gemüsepflanzen, nämlich die Kartoffel und die Tomate!

Die Ureinwohner Amerikas waren am erfolgreichsten im Zähmen dieser Gewächse, denn sie nutz(t)en noch viele weitere Vertreter. Die alte Welt hat sich immerhin die Auberginen zu eigen gemacht, und vielleicht steckt ja in den Beeren des leicht giftigen schwarzen und gelben Nachtschattens doch noch ein ungeahntes Potential. In den Gärten des Vereins "ARCHE NOAH" Sortenhandbuch Arche Noah (2015/16) gibt es bereits einen ohne Bauchschmerzen verzehrbaren grünen Nachtschatten. Die Engländer kennen einen "Garden Huckleberry" (Solanum x burbankii) der ebenfalls eine Zukunftspflanze sein könnte. Zumindest dann, wenn es uns züchterisch gelingt, die Beeren zu entgiften.

Ansonsten haben Europäer vor allem im Mittelalter eher die halluzinogenen Alkaloide (miss-) bräuchlich verwendet, welche in den meisten Nachtschattengewächsen reichlich vorhanden sind. Zu den Nachtschattenalkaloiden gehören z.B. Atropin, Hyoscamin, Scopolamin, Solanin und seit der Entdeckung Amerikas auch Nicotin. Vielleicht ist dieses negative Image der eigentliche Grund, warum manche Anthroposophen den Kartoffeln gegenüber skeptisch eingestellt sind?

Für HAUSCHKA (1946) sind die Alkaloide Eiweiße, denen das Wasser entzogen wurde und die durch einen Abbauprozess entstehen, der nur den Tieren zustünde (siehe dazu die Tabelle). Ihren Namen hat diese Giftstoffgruppe von dem arabischen "al qalia". Wie ihr Namenspate "Alkalie" sind die Alkaloide basisch und sie enthalten alle Stickstoff. Auch Pflanzen aus anderen Familien schützen ihre Sämlinge durch giftige Alkaloide. Blausäure beispielsweise ist uns von den "Kernen" der Mandel, der Aprikosen, der Cashew und auch von Apfelkernen bekannt. Weitere Alkaloide aus Gewächsen anderer Familien sind das erbgutschädliche Colchizin (Gift der Herbstzeitlosen), das Coniin (Gift des Schierlingsbechers). Alkaloide sind Produkte des sogenannten sekundären (so benannt, weil angeblich nicht lebensnotwendigen) Pflanzenstoffwechsels. 

Gedanken zur Fruchtfolge

Nachtschattenvertreter wachsen häufig in ihrer Heimat mehrjährig und sind damit selbstverträglicher als so manch andere Gewächse. So können sowohl Tomaten als auch Kartoffeln lange Zeit auf sich selbst folgen. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Irgendwann wird ein jeder Boden müde und die Pflanzengesundheit leidet. Aber auch Paprika und Auberginen bauen Gärtner höchstens jedes zweite Jahr ins gleiche Haus. Als Fruchtgemüse brauchen sie alle ein ordentliches Quantum Stickstoff, deswegen mischt man ihre Topferden fett an oder stellt sie direkt nach einer erfolgten Düngung aufs Beet. Meiner Erfahrung nach vertragen alle sogar unreifen Kompost oder solchen, der aufgrund von schlechter Führung schmierig ist. Im Erwerbsanbau folgen Tomaten, Physalis oder Paprika klassisch auf Schlangengurken, also auf Kürbisgewächse. Bei den 'Indianern' wurden Mais und Tomaten im Wechsel angebaut.

Botanik, Blütenökologie und Bestäuber

Blütendiagramm einer Solanaceae

Blütenformel  *-|K(5)[C(5)A5G(2)

Die Blütenblätter sind häufig wie eine Glocke oder ein Trichter aus 5 Blütenblättern, die mehr oder weniger zusammengewachsen sind, geformt. Sie sind radiär mit einem kleinen Hang zur Asymmetrie angeordnet. Viele Vertreter blühen gelb, seltener weiß oder lila. Die Nachtschatten-Gemüse haben einen Stempel (weibliches Blütenorgan), welcher von den 5 Staubfäden mit dicken Pollenpaketen regelrecht umschlossen ist. Der Fruchtknoten ist oberständig, steht also über den Kelchblättern, deswegen sind diese auch an den geernteten Beeren noch sehr gut erkennbar, als ob die Frucht ein Gnomenhütchen aufgesetzt hätte.

Die Früchte der von uns genutzten Gemüse sind Beeren, sonst auch Kapseln, und hängen in Trauben oder Rispen (daher Rispentomaten). Es gibt Arten mit einfachen, aber auch mit gefiederten Blättern.

Die Blütenstände stehen oft einem Blatt genau gegenüber.

In unseren Breiten gibt es nur krautige Vertreter und wenige halb verholzende Stauden. Die aus der neuen Welt zu uns gekommenen Gemüse sind in ihrer Heimat mehrjährig und durchgängig wärmeliebend.

Gewaltsame Techniken zur künstlichen Hybridisierung und artuntypischen Veränderung

  • Kastration der männlichen Blütenblätter von Hand
  • Ausnutzen männlicher Sterilität